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Herzlich Willkommen

St. Eligius Saarbrücken-Burbach


Ostern 2021

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes und frohes Osterfest!

Auferstehung feiern - das ist für viele eine Riesenherausforderung.
Wie kann es so etwas überhaupt geben? Das war früher, am Anfang von Kirche schon eine heiß diskutierte Frage, das ist heute noch so.
Ein Schweizer Schriftsteller hat das in einem kleinen Text mit dem Titel ver-rückt einmal so beschrieben:

"mag sein
dass ich nie recht begriff
was geboren-sein heißt

mag sein
dass ich warte
auf verlorenem posten

mag sein
dass verrückt ist
wer noch immer rechnet mit wundern

verrückt wie die frauen
die in der gruft eines toten
entdecken die neue geburt"

Wir wünschen Ihnen, dass Sie diese Entdeckungen machen können.

 

Einzug Jesu in Jerusalem - Palmsonntag

Wir, das Team der Erstkommunionkatechetinnen, haben einen kleinen Film zum Einzug Jesu in Jerusalem erstellt. Das Video ist für die Kommunionkinder, aber natürlich auch für alle anderen :-).

Im Lockdown mit Karl Rahner

Im Alltag nicht alltäglich werden

„Wie können wir es vermeiden, im Alltag alltäglich zu werden?“ Mit dieser Frage beginnen A. Batlogg und P. Suchla ihre kleine Einführung in einen Text von Karl Rahner zu Beten im Alltag. In Zeiten des sog. Lockdown und des tristen Winterwetters spitzt sich diese Frage zu: wie können wir es gerade jetzt vermeiden, im Grau und Einerlei des Alltags ‚unterzugehen’?
Der Vorschlag der beiden Autoren heißt: mit Rahner im Alltag zu beten und den Alltag ins Gebet zu nehmen. Hier zwei Zitate dazu.
Rahner nennt das Beten im Alltag eine Übung „eines armen, aber treuen Herzens, das sich mühsam und ehrlich durch alle Schwäche, Müdigkeit und innere Verlassenheit einen Schacht gräbt, durch den dann ein kleiner Strahl des ewigen Lichts in unser vom Alltag zugeschüttetes Herz fällt.“ Kein großartiges Frömmeln mit noch großartigeren Erleuchtungen, sondern ein einfaches, alltägliches Schauen auf das Licht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wie Bergleute den Schatz der Erde, so sucht Rahner den Schatz des Betens, indem er den Blick auf Gott richtet.
Und ein zweites: Rahner weiß, dass durch den Blick auf dieses Licht der Alltag immer noch Alltag bleibt: „Die langen, gleichen Stunden, die Monotonie der Pflicht,, die Arbeit, die jedermann selbstverständlich findet, das lange und bittere Mühen, für das niemand dankt, das Geopfertwerden des Alters, die Enttäuschungen und Misserfolge, die Missverständnisse und Verständnislosigkeiten, die unerfüllten Wünschen, die kleinen Verdemütigungen, die unvermeidliche Rechthaberei des Alten gegen die Jugend, die ebenso unvermeidliche Herzlosigkeit der Jugend gegen das Alter, die kleinen Beschwerden des Leibes, die Unfreundlichkeit des Wetters, die Reibungen eines engen Zusammenlebens, solche und andere Dinge, die den Alltag füllen …“ sie bleiben uns. Und da meint Rahner: genau diese Erfahrungen können oder könnten uns Lehrmeister und Lehrmeisterinnen sein, - wenn wir lernen, sie anzunehmen. Unser Ego, unser Ich ist darauf eingestellt, Angst zu haben, Angst, zu kurz zu kommen, Angst, verloren zu gehen und vergessen zu werden, und es baut sich Schutzwälle gegen diese Angst, wir bauen Schutzwälle. Rahner schlägt vor: auf diese Vermeidungen zu verzichten, diese Erfahrungen nicht zu leugnen, sondern sie anzunehmen und sich darin zu üben, sich „zu Güte, zu Geduld, zu Frieden und Verstehen, zu Langmut und Sanftmut, zu Verzeihen und Ertragen, zu selbstloser Treue erziehen lassen, dann ist der Alltag nicht mehr Alltag, dan ist der Alltag Gebet.“ (Zitete aus: K. Rahner: Im Alltag nicht alltäglich werden, Matthias Grünewald Verlag 2019)
Hilde Domin schrieb in einem ihrer Gedichte über die Heiligen den schönen Satz: „Wir essen Brot, aber wir leben vom Glanz.“ Und das meint Rahner: wenn wir unseren Alltag als Leben mit und im Gebet gestalten, bleibt er immer noch der Alltag, in dem wir Brot essen, und erhält er doch den Glanz, der aus dem Vertrauen in das Gebet und die Gegenwart Gottes aufleuchtet. Dann ist beten - nicht nur in Corona-Zeiten - eine glänzende, lebendig machende Übung - mit klagen und danken, bitten und freuen, jammern und jubeln, - mit unserem Leben und Glück.

 



Herzliche Glückwünsche zum Festtag

Wir  gratulieren den Jubilarinnen und Jubilaren unserer Gemeinde,
die im April 2021 Ihren Geburtstag oder ein anderes Jubiläum feiern
und wünschen Ihnen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen auf Ihren Lebenswegen!

Wir gratulieren mit einem Gedicht von Mascha Kaleko:

An meinen Schutzengel

Den Namen weiß ich nicht. Doch du bist einer
Der Engel aus dem himmlischen Quartett,
Das einstmals, als ich kleiner war und reiner,
Allnächtlich Wache hielt an meinem Bett.

Wie du auch heißt - seit vielen Jahren schon
Hältst Du die Schwingen über mich gebreitet
Und hast, der Toren guter Schutzpatron,
Durch Wasser und durch Feuer mich geleitet.

Du halfst dem Taugenichts, als er zu spät
Das Einmaleins der Lebensschule lernte.
Und meine Saat mit Bangen ausgesät,
Ging auf und wurde unverhofft zur Ernte.

Seit langem bin ich tief in deiner Schuld.
Verzeih mir noch die eine - letzte - Bitte
Erstrecke deine himmlische Geduld
Auch auf mein Kind und lenke seine Schritte.

Er ist mein Sohn. Das heißt: Er ist gefährdet.
Sei um ihn tags, behüte seinen Schlaf.
Und füg es, daß mein liebes schwarzes Schaf
Sich dann und wann ein wenig weiß gebärdet.

Gib du dem kleinen Träumer das Geleit.
Hilf ihm vor Gott und vor der Welt bestehen.
Und bleibt dir dann noch etwas freie Zeit,
Magst du bei mir auch nach dem Rechten sehen.